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San Franc. / L.A / San Diego

San Francisco, Los Angeles, San Diego
eine Woche mit dem Schlafmobil unterwegs

So iatz hots wieda a wengal dauert bis da Goidbrunnabua wos schreibt… 3 Wochen sind inzwischen vergangen seit dem letzten Eintrag. Es ist viel passiert, nichts bleibt mehr gleich, nichts bleibt beim Alten… Nach dem Maya heimlich und ich regulaer in Kawals Wohnung in San Francisco die letzte Nacht uebernachteten, (hoffentlich kommt er nicht auf die Idee und uebersetzt meine Blogs auf Englisch…) duesten wir mit einem guenstigen Bus noch Los Angeles ab. Dort angekommen, testeten wir erst einmal ein paar Kneipen in Hollywood. Der Test verlief ganz positiv. Im Laufe der Zeit des Reisens, habe ich mein Gefuehl fuer Zeit verloren und manchmal frage ich einfach irgendwelche Passanten welchen Tag wir haben. Inzwischen hab ich jedoch die Faehigkeit erlangt den Tag anhand der umgebenden Eindruecke abzulesen. Sind nach einigen Tagen Menschen nachts wieder in balzartiger und recht lauter Stimmung, so ist dies meist ein klares Indiz fuer das neue Wochenende. Um Donnerstag und Freitag unterscheiden zu koennen braucht man natuerlich Erfahrung und Fingerspitzengefuehl. Beides vorhanden. Eine weitere Geschichte mit dem Datum: Als Maya und ich in Los Angeles in einer Kneipe sassen und aufregend unsere Jugendgeschichten austauschten, erklang im Hintergrund ploetzlich die Musik von “The Doors; Light my fire”. Ich erinnerte mich an ein heiliges Datum meiner Jugendzeit. Der 09.09.1998.An diesem Tag wurde beschlossen, dass die ganze pubertierende rebellische Sippschaft der Doorsliebhaber, der Obiwan- und Peterverehrer (ein kleiner Insider muss sein) also meine besten Freunde, sich am gleichen Ort in 10 Jahren in Eggenfelden wiedertreffen. Saukrass. Genau 10 Jahre spaeter sitze ich im Lokal, unterhalte mich ueber diese Zeit, die gleiche Musik ertoent und ich bin betrunken. Genau wie frueher! (Sorry Mama, ich war ja auch nicht ganz betrunken, nur beschwippst.)

Okay, nun kuerzer. Wir cruisten die naechsten Tage mit unserem Auto von Los Angeles zu einem grossen Nationalpark, Joshua Tree Park genannt. Der war zwar gross aber wegen des Feuers letzten Jahres auch ziemlich grob. Trotzdem verbrachten wir dort ein paar Stunden, da wir schliesslich eine Fahrtzeit von 7 Stunden aufgewaendet hatten. In einer naheliegenden Stadt naechtigten wir dann halb im, halb ausserhalb des Autos. Was wir nicht wussten, ist, dass die Amis wohl auch Berge, Steine abgelegene Landschaften als Privateigentum ansehen und wir wurden deshalb den naechsten morgen von unserem Schlafplatz verscheucht . Aufgrund des Ratschlags vom Eigentuemer der Steine, wanderten wir ein wenig (3 Stunden) zu einer Oase in der Wueste und stellten fest, dass wir voellig dehydriert und den ganzen Heimweg noch vor uns hatten… Schwindelgefuehl gratis… Was Trinken und ab nach San Diego!

Diese Stadt ist ziemlich cool! Ich sehnte mich ja schon lange nach Strand und Meer. Ausserdem wollte ich nach tagelanger Autoschlafaktion und darausfolgenden Rueckenschmerzen mal wieder komfortabel, am Strand, schlafen. Als wir unser Auto schliesslich direkt vor Ocean Beach parkten war meine Freude wohl umbandig. Wie ein Schnitzel freute ich mich. Den ein oder anderen Jodeler konnte ich jetzt nicht mehr zurueck halten. Schliesslich packten wir unsere Sachen fuer den Strand, ich wartete nur noch auf Maya bis sie das Auto verschliesst. Hmm…. Etwas fehlt. Planaenderung. Wir suchten nun mehrere Stunden verzweifelt im Auto, zerlegten alles, schauten an den absurdesten Stellen mehrmals nach, dann ausserhalb des Autos, doch der Autoschluessel war unauffindbar. Meine Jodeler modulierten in die Molltonalitaet… Der Strand war vor meiner Nase und jetzt doch unerreichbar… Eine weitere Nacht im jetzt unverschlossenem Auto….

…Am naechsten morgen fand Maya nach einer Suchaktion von 5 Sekunden den Schluessel. Ich frage mich heute noch, ob sie vielleicht das Ganze nur inszeniert hatte um meine Geduld zu testen…

In der sehr mexikanisch gepraegten und surferfreundlichen Stadt San Diego blieben wir ein paar Tage und naechtigten an verschiedenen Straenden. Zu guter Letzt an einem Nudebeach, genannt Black Beach. Das ist der Beste. Nicht nur wegen der Nacktheit, sondern auch, weil man einen langen, steilen Wanderweg zuruecklegen muss, um den Strand zu erreichen. Faule Touristen und uebergewichte Amerikaner werden daher schon mal ausgefiltert. Es ist illegal dort zu uebernachten. Aber die Gesetze sind hier des Oefteren widersinnig. Ein Nacktstrand ist erlaubt, allerdings ist es nicht erlaubt nackt zu sein. Bier kaufen erlaubt, allerdings nicht erlaubt ist das Oeffnen, man koennte es ja trinken wollen… Koit! Und ueberall sieht man rumtorkelnde Betrunkene. Das ist schon ein witziges Land.

Wir bekamen Hinweise, dass sich an diesem Strand Verrueckte nachts rumtreiben. Maya meinte jedoch nach diesen gutgemeinten Hinweisen, wir seien die Verrueckten. Wir schliefen erst, als wir die Sonne wieder aufgehen sahen. Es ist schon ziemlich fein, wenn man einen riesigen Strand (abgesehen von einzelnen nackten Spaziergaengern um 5 Uhr Nachts) nur fuer sich hat. Also wenn jemand mal in San Diego ist, Black Beach is the best!

Da wir unser Auto wieder in Los Angeles zurueckgeben mussten, wir und unsere Sachen noch voller Black Beach – Sand waren, schliefen wir luxurious in einem Hotel. Das war auch bitter notwendig. Unser Flug von Los Angeles nach Austin (in Texas) ging dann gleich am naechsten Tag am 15. Septbember.

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