Die Jahresbilanz
Hier die grobe Zusammenfassung der Melbournezeit in Kuerze fuer eilige Leser:
Auch wenn mir die deutsche Sprache schon etwas holprig von den Lippen huepft, nehme ich das Blogschreiben wieder auf.
Mir ist bewusster geworden, was ich wirklich will, was ich mit meiner Musik bezwecken moechte, worum ich kaempfe… Und das was ich jetzt ueber meine Musik schreibe, wollte ich seit laengerem mal loswerden, auch wenn sich bestimmt manche dabei etwas beschaemt fuehlen werden…
Es geht mir nur um wahrhaftige Liebe die ich mit allen Teilen moechte. Und mir ist es dabei immer mehr egal wie laecherlich ich mit dieser Aussage klinge. haha! Eine unversteckte Liebe die sich nicht schaemt laut ausgesprochen zu werden und saemtliche Blockaden, Aengste, Negatives, wegspuelt. Viele Spirituelle sprechen dabei von Bewusstsein. Bewusst sein, dass man lebt. Jetzt, nur kurz. Bald ist man wieder gedankenloser Staub. Ich moechte mein Leben so schoen es nur geht gestalten und Menschen dazu motivieren ebenso an sich und die Verwirklichung ihres Gluecks zu glauben anstatt an irgendwelchen materialistischen Seifenblasen zu bauen. Bzw “gelebt zu werden”. Man braucht stille Momente in der man die Wahrheit in sich selbst wieder findet. Und hier sehe ich Potential. Meine seit meiner Reise neu geschaffene Musik ist aus diesem Pool geschoepft und soll wieder erinnern, was man ohnehin weis oder spuert, aber sich dessen im Alltag meistens nicht mehr bewusst ist. Ich versuche ganz von meinem Ego loszulassen. Um mich einfach wieder leiten zu lassen und alles zu geben was ich habe. Geben und Geben statt Geben und Nehmen. Ich versuche mich zu oeffnen, alles durch mich durchfliessen zu lassen. Ein Bild habe ich momentan oft in meinen Kopf. Ich denke an eine Zelle in meinem Koerper, fuer sie bin ich ein uebergeordneter Gott. Betrachte ich mich selbst gegenueber dem Universum stelle ich fest; ich bin auch wie eine Zelle meines Universums oder “Gottes”, oder wie man es bezeichnen moechte. Das einzige wozu die Zelle im Koerper dient, ist zu leben. Ich als winzige Zelle versuche das in der natuerlichsten Form und glaube an das Sinnvolle der Positivitaet. Wir sind gleichzeitig das Universum, wir kommen alle vom gleichen “materiellen” Ursprung. Universum kann nicht der ausreichende Begriff sein. Und ich benutze den Begriff “Gott” nicht gern, da er in der gebraechlichsten Verwendung eigentlich nur wegfuehrt von einem Verstaendnis und einer Vorstellung des unvorstellbaren vollen Ganzen. Ich meine mehr als das Universum. Die Zeit, die vor, nach uns und gleichzeitig jetzt ist… Es gibt keinen Anfang oder Ende. Wie koennte man das “Ding” zeitlich gesehen bevor der Zeit unseres Universums, bevor dem Urknall bezeichnen? Das Jetzt ist immer. Ich spuere mehr als nur ein Universum… Wir nehmen unsere Umwelt nur mit unseren 4 Sinnen war. Es gibt mehr als nur unser winzig kleiner wahrgenommer Teilbereich unserer winzigen Erde, die 110-fach mal kleiner als die Sonne ist. Betrachtet man 4,6 Millarden Jahre, das Alter unserer Erde, als 24 Stunden, leben wir Menschen 5 Sekunden auf ihr.
Alles ist nur im staendigen Wechsel. Bald bin ich wieder ein Teil der Erde, einer Frucht, eines Baumes. Ich war oder bin also gleichzeitig ein Baum. Meine Atome, und meine noch winziger ins unendiche gehende Teilchen gehen ein in eine neue Zusammensetzung….Wir haben die Faehigkeit in unserer momentanen Wesensart uns selbst zu betrachten. Das Universum betrachtet sich selbst. Es ist so wunderbar… Warum wird es nie gelehrt in Schulen, wie man dies spueren kann? So viele Jahre ein Reinhauen auf die linke rationale Gehirnhaelfte und keine Minute wurde meditiert oder koerperbezogene, echte Wahrheitserkundung gemacht. Warum fragt man sich da… Diesen Moment des Selbsterkennens versuche ich herauszukitzeln und zu teilen. Es ist eine Form von Energie die man spuert. Ich hoffe es wird Moeglichkeiten geben mit moeglichst vielen Menschen dies zu teilen.
Keine Angst der Rainer ist noch nicht komplett verrueckt geworden…
Mein Hauptgrund fur meinen laengeren Aufenthalt oder Zwischenstopp meiner Reise war ursprünglich einmal meine musikalische Arbeit auszuarbeiten. Es sammelten sich nahezu unbeabsichtigt zig Songs an, was ein voellig neues Programm gestaltet, an denen ich in Melbourne arbeiten wollte. Eine fuer mich sehr elektrisierende Idee war: Eine neue Gitarre zu entwerfen. Durch das alleine Reisen und Fehlen von Mitmusikern entwickelte sich intuitiv eine Spieltechnik die sehr perkussiv ist und gleichzeitig Basslinien, Harmonie + Melodielinienspiel ermoeglicht. Diese Gitarre beinhalte viel neue Technologie. Gleichzeitiges Schlagzeug-, Bass- und Gitarrenspiel.. Idee war, die Gitarre in Melbourne noch fertig zu bauen, damit Songs aufzunehmen, einen Videotrailor zu erstellen, und meine Homepage wieder auf Vordermann zu bringen. Wenn alles fertig sei, haette ich ein gutes Lockmittel um mehr Menschen fuer zukuenftige Auftritte auch noch waehrend meiner Reise zu gewinnen, aber auch fuer spaeter in Deutschland. Momentanes mein noch vorrherrschendes Verwirklichungsproblem: Geld… Aber ich arbeite daran. Ausserdem habe ich zusammen mit Maya saugeile Ideen fuer Festivals in Berlin und Deutschland entworfen. Dafuer wollte ich mir ein paar nutzvolle Tips in Melbourne geben lassen und ein wenig was lernen… Maya ist nach dem Suedamerikatrip bzw seit 4 Monaten wieder in ihrer Heimatstadt Paris und ich werde sie bis zum Ende meiner Reise, vorraussichtlich fruehestens Ende April 2010 nicht sehen… das wird ein unglaubliches Wiedersehen…
Tausend mal hab ich jetzt angefangen den Blog zu schreiben. Immer wieder ein Neuversuch… Ich glaube, ich bin nicht in der Lage dazu alles aufzuschreiben was ich ursprünglich wollte… Das hier ist jetzt die Zusammenfassung einer Zusammenfassung meiner Geschichten bezueglich Melbourne. Und mir schwirren immer Beobachtungen, oder Persoenliches im Kopf, wobei ich mir nicht sicher bin, ob und wie ich sie zum Ausdruck bringen sollte. Deshalb lasse ich diese Geschichten erst noch auf meinem Computer ruhen…
Also….
Zum einem war ich des Reisens muede geworden und zum anderen gab/gibt es so viel zu verarbeiten und zu schreiben. Die Gefahr weiterzureisen und die ueberwaeltigenden Eindruecke nicht mehr wertschaetzen zu koennen schien mir zu gross um weiterzureisen. Es kostet zudem viel Energie, nahezu jeden zweiten Tag von einem Ort aufzubrechen, zusammenzupacken, Tips zu bekommen, Busplaene und Tickets zu besorgen und sich mit sturen temperamtvollen Suedamerikanern streiten :-)
Genau 1 Jahr ist der Rainer jetzt schon weg. Und es werden noch 8 Monate mehr… Ich bin Ende April hier in Melbourne angekommen. Problematiken mit Dieben in Brasilien, darauffolgenden teueren Flugänderungen, Unvernunft mit Maya in teuerem Brasilien noch weiter zu reisen und weitere anschliessende Flugproblematiken + Aufenthalt in Neuseeland vertieften mein allgemeines Ziel, seit meiner Reise in Suedamerika, in Melbourne das Kämpfen zu lernen und Geld zu verdienen. Die ersten 2 Monate in Melbourne waren etwas haerterer Gangart, ich hatte 12 Kilo verloren, hatte gefrorren, meine Kleider waren verschmutzt und ich habe eine Idee bekommen wie es ist ganz unten zu sein. Pizzabäcker alias Kartonzusammenfalter ohne Bezahlung hat auch nicht wirklich Spass gemacht. Ich nahm also die Strassenmusik wieder auf, inzwischen als Ueberlebensmittel statt romantische Erfahrungssammlung. Ich spielte jede offene Buehne, um Menschen kennenzulernen, die mir weiterhalfen mit Uebernachtungsmoeglichkeiten, oder mir Tipps gaben fuer andere Musiker oder Kneipen bei denen ich auftreten konnte. Schliesslich lieh ich mir einen Verstaerker aus, von einem unglaublich guten Gitarristen, der auch in Deutschland tourte. Er heisst Tim Mcmillan. Es lohnt sich in seine Musik reinzuhoeren auf myspace… Ich spielte mit seinem Verstaerker und meiner schlechten Schlabbergitarre auf den Strassen Melbournes. Problematik: Viele Gitarristen in Melbourne, zu wenig Geld… In 3 Stunden 3 Dollar, von Leuten die nicht mal zuhoerten.. und mir manchmal mit dem Fuss das Geld zugeschoben hatten. 3 Dollar sind umgerechnet eine Sushi Rolle. Das Waeschewaschen kostet hier 2 Sushirolls. Ich gab aber nicht nicht auf… Und bekam jeden Tag mindestens weitere 50 Absagen bei Restaurants, Bars, Kneipen, Cafes… Besonders das kalte Wetter machte mir zu schaffen. Melbournes alte Haeuser besitzen keine Heizung!! Nachts oft problematisch. Das einzige was wirklich gut half war Laufen, das erwaermt den Koerper fuer eine Weile und man wird so einigen Verdruss los. Problematik dabei ist, es zieht den Energiehaushalt des Koerpers noch mehr ins Minus, was wiederum mehr Bedarf an Essen abverlangt. Es ist interessant wie man seine Sicht auf Kalorien verschaerft. Im Supermarkt kaufte ich nur noch fettreiches, energievolles. In der ersten Welt und in Zeiten der Light Gesellschaft ist es gar nicht mehr so einfach was zu finden…
Wegen der Gewichtsabnahme war mein Koerper etwas geschwaecht, und aufgrund von vielen Konzerten und der erst ungesunden gestressten Einstellung wurde mein kleiner Freund im Ohr geboren, Namens Tinitus. (erst mal konnte ich auch nicht die Praxisgebuehren von 40 Dollar aufbringen…) Das Problem war, ich sah mich nicht in der Lage nach mehr Unterstueztung von Menschen meiner Heimat zu fragen, da ich zunehmend immer mehr eine Sicht auf Jobs verlor, und ich nicht noch tiefer gehen wollte als der Dispokredit ohnhin schon hergehalten hatte. Ich schilderte nur meine Situtation, was meistens ein, “wow das hoert sich aber spannend an, ich wuerde ja auch gerne Reisen… hervorbrachte”. Aber ich will mich da überhaupt nicht beschweren! Man kriegt immer genau das, was man bekommen will. Und ich bin sehr dankbar fuer diese lehrreiche Phase.
Ich machte gute Kontakte zum Beispiel mit einem begnadeten Beatboxer aus England, der sich im Gegensatz zu mir dumm und daemlich verdiente in Melbourne und sich Dave Crowe schimpft, zusammen mit ihm hatte ich saucoole und vor allem auch bezahlte Gigs in den reicheren Viertel St. Kilda in Melbourne. Wir spielten in einer Bar Namens Georg Bar regelmaessig, wir wurden bekocht mit Kangaruhfleisch, es gab Bier und ich wurde bezahlt. Doch als ein anderer integrierter Gitarrist ueber mich als “arroganten Motherfucker” ablaesterte war es fuer ihn das sichere bleiben, fuer mich wiedermal die Frage der Existenzsicherung…
Nach etwas laengerer Zeit als urspruenglich erwartet, hatte ich es geschafft, mir eine Sicherheit meiner Existenz aufzubauen und mich durchgekaempft im kalten Winter Melbournes und habe darrauffolgend auch wieder Hilfe bekommen. Durch Strassenmusik mit echten aber auch professionellen Zigeunern aus Ungarn (Django Reinhardt – Musik, Geige plus Kontrabass) und eigener Musik bei Maerkten mit gutzahlenden Touristen, plus Cd-Verkaeufen bei Offenen Buehnen, hielt ich mich Tag fuer Tag erst mal ueber Wasser. Der scheinbare Witz, mir sei geholfen meinen Hunger vertreiben zu koennen, wenn nur jemand eine Cd kaufe, hatte meist geholfen. Etwas spaeter bekam ich einmal pro Woche einen Job bei einer Schwulenbar, womit ich knapp aber doch immer rechtzeitig fuer meine spaeter gefundene Wohnung bezahlen konnte, und konnte infolgedessen fuer Gitarrenschueler werben. Ich konnte wieder um Hilfe fragen, dank meiner Aussicht auf Schueler die ich ein meiner Wohnung unterrichten würde…
Ich hatte erst mit sehr unherzlichen Szeneleuten zusammengewohnt, die vorgaben sie seien die besten Kuenstler. Ich glaube ich hatte ihnen zu stark immer wieder den Spiegel vorgehalten den sie nicht vertragen. Sie nahmen viele egosteigernde Drogen um ihrer Angeberei fuer kurze Momente scheinbar etwas gerechter zu werden und landen daraufhin immer wieder in tiefe Depressionen, Psychosen und kriegen eigenltich gar nichts geregelt, was mir Hoffnung gibt, dass sie vielleicht irgendwann auf eine Aenderung ihrer Sicht- und Verhaltensweise stossen koennten. Jeder jammert, er habe ueberhaupt kein Geld, aber fuer das Putzen musste sich jeder bei der Bezahlung einer Putzfrau beteiligen…
Ich begann Gitarre zu unterrichten. Eine Oma wartete auf ihre Enkelin auf der Terrasse unseres Hauses. Als Mitbewohner meines Hauses diese Frau dann in unserem Haus sahen, waren sie wie parallelisiert. Sie koennte eine Polizistin sein, oder alle Laptops stehlen wollen, wir seien auch nicht versichert wenn sie die Treppe runterfalle und sich das Genick breche, ausserdem brauche ich ja eine Genehmigung vom Landlord wenn ich was Geschaeftsmaessiges starte… “I scared the shit out of them…” Naja, ich konnte das nur als Bullshit bezeichnen. Als ich es nicht respektieren konnte, dass ich meinen Gitarrenunterricht nicht fortfuehren duerfe, wurde von meinen weiblichen Mitbewohnern vermutet, dass ich generell keine “Befehle” von Frauen respektiere. Es war klar, dass ich gehen musste. Und ich bin in Nachhinhein heilfroh darueber.
Komisch erging es mir nach all den armen aber liebevollen Menschen die gerne alles teilen in Suedamerika und nach meinen eigenen kurzen Armutserfahrungen Leute jammern zu hoeren in einem Erste Welt Land… Ausgerechnet von Leuten, die ein Auto haben, damit zur Tankstelle fahren um sich ein Sandwich zu kaufen, hoert man immer wieder dieses Jammern sie haben ja gar kein Geld und wissen nicht wie es weiterginge. Und dann diese Menschen, die jeden ignorieren, selbst wenn ich im Park sitze und Gitarre spiele. Sie laufen mit ihren uniformellen Anzuegen gehetzt an mir vorbei und weichen jedem Lächeln aus Angst und Peinlichkeit aus. Ich spürte oft, dass das Negative, dass Angst, Egoismus, Machtstreben und Geld uns kontrolliert, so stark dass es manchmal so scheint als hätten wir jeden Bezug zur Realität verloren…Oh Suedamerika, welch warmes Herz. Dort wird man auf der Strasse immer wahrgenommen, jeder nimmt sich Zeit fuer ein Laechlen, fur ein Gespraech und teilt was er nur teilen kann. Auch mein Jammern ueber meine Lage kam mir schnell unberechtigt vor, ich kann mich doch eigentlich nur einen unendlich gluecklichen Batzen nennen.
Jetzt wohne ich zusammen mit etwas anderen 3 Leuten. Ich kann jetzt sogar nachtsueber stundenlang Musik machen, da wir ein Musikstudio besitzen. Ich habe viele Jobs und arbeite momentan als Gitarrenlehrer, als Koch in einem afrikanischen Restaurant, als Glaesereinsammler in einer Schwulenbar (ja die meisten Gläser sind meist tief vom Boden aufzuheben…), als Musiker (eigene Auftritte, + gelegentliche Strassenmusik mit Zigeunern aus Osteuropa). Dadurch kann ich mir wieder viel ansparen und sehe meine Plaene bezueglich des Gitarrenbaus wieder naeherrueckend. Wir haben einen grossen Innenhof und da es jetzt endlich Sommer wird, kann ich verschiedenste Musiker der Stadt zusammentrommeln fuer einen Jam und lade ein paar Zuhörer ein, die es sich bei uns gemütlich machen können.
Mein Chef vom afrikanischen Restaurant bringt mir gratis eine traditionelle Form des Kung Fu bei, die stark mit einer buddhistischen Spiritualitaet verbunden ist. Bei Spaziergängen zum Park, lehrt er mich deren Philosophie, was mich immer mehr motiviert, fuer eine laengere Zeit in einem Ashram in Nordindien zu leben.
Fuer mich ist es krass, mit welch unterschiedlichen Menschen ich waehrend meines Aufenthalts in Melbourne zu tun hatte. Von Megaschwulen, mit Megaperueken und Schminke, zu afrikanischen Christen in meinem Restaurant, die bei jedem erwaehntem Wort “Schwul” ein Kreuzzeichen machen (ich hab daraufhin ein Lied kreiert, das ausschliesslich das gesungene Wort “schwul” beinhaltet…), zu Hippies, zu Punkern, zu Kuenstlern und zu Pseudokuenstler-Szene Angeberfuzzies, zu Moechtegern Sprituellen die mit Aliens kommunizieren, (aber eigenltich nur entschuldigungssuchend fuer ihre Arbeitslosigkeit sind. Sie sagen, dass ich sie selbst sei und umgekehrt und so zeugs…). Mir wird immer klarer ich bin Alles und gleichzeitig Nichts.
Besonders spannend ist die Musikszene hier fuer mich. Inzwischen sind es gute Konzerte und ich konnte mir eine Band aufbauen mit einem unglaublich sowie netten und guten Schlagzeuger aufbauen. Ich bekam Liveauftritte bei regionalen Radiosendern. Und mir war es moeglich ein wenig Anschluss an die Kuenstlerszene zu bekommen, die ueberwiegend in mehreren riessigen, netzwerkartig verbundenen Fabrikgebaeuden existiert. Hierzu werde ich bei einem Dokumentarfilm musikalisch als auch durch ein Einleitungs- und Abschlussinterview beitragen. Es ist ein aehnlicher Spirit wie in San Francisco teilweise zu spueren und Dank des Burning Man Festivals sind meine Augen auf Kreatives mit Liebe Verbundenem und vom kommerziel Getrenntem sensibler geworden. Und gestern war ich auf einer Burning Man – Vorbereitungsparty… Genau ein Jahr ist es her als ich auf dem echten Burning Man Festival in USA war…
Es wandelt sich seit einem Monat alles wieder ins Positive. Insgesamt waren die ersten 6 Monate meiner ganzen Reise einfach nur Traum. In Nord und Suedamerika konnte ich viele Ideen sammeln, traeumen, Bestaetigung bekommen, Erfahrung sammeln und lernen. Im Grunde mich selbst suchen und vielleicht etwas finden. Maya war fuer mich als Person die praegenste Inspiration meiner Reise. Dann wollte ich wieder arbeiten, meiner Traumwelt die Istwelt naeher ruücken lassen und wurde durch mehrmaliges Aufschlagen der Schlaefe auf die steinharte Platte der Realitaet unsanft geweckt… der Tinitus bleibt als Erinnerungsstueck. Doch ich bin sehr froh ueber meine Erfahrungen. Alles was ich mir jetzt erkaempfte, ist aus dem Nichts gewachsen und ich schaetze es um so mehr. Wie eine Blume aus einem kargen Boden, die man nur mit viel Muehe grossziehen kann. Die Reise ist ingesamt der Wahnsinn und ich kanns kaum glauben, dass ich immer noch drinstecke. Wenn ich zurueckschaue auf Fotos in New York, versuche ich es wieder zu begreifen. Und ich merke wie sich alles aufeinander aufbaut, immer wieder automatisch und erst gar nicht zu bemerken. Die Reise sollte mich etwas wegbringen von meiner Musik um zu ihr wieder auf andere Wege finden zu koennen und nicht der rationalen Art, die man im Studium eingepaukt bekommt. Ich fuehle meine Musik intensiv wie nie zuvor, glaube an ihre Wirkung und hab hier in Melbourne endlich die Moeglichkeit zu verwirklichen was ich verwirklichen moechte.
Jetzt geht es mir auch um das Nicht-Vergessen meiner Reise insbesondere in Suedamerika. Tagebucheintraege, plus Fotos sollen mich wieder anregen ueber diese Zeit nachtraeglich zu schreiben…
Mein Flug nach Thailand ist fuer 1. Dezember gebucht. Und mein Visum fuer Melbourne wurde gluecklicherweise bis 1. Dezember verlaengert. Danach gehts nach Kambodscha, Indien, wahrscheinlich werde ich China und Japan streichen aus meinen Plaenen, da ich auch mal wieder heimmoechte und insbesondere auf eine Hochzeit eingeladen worden bin, meine Famile stark vermisse und natuerlich auch meine Freunde…
Und! ich schreibe meinen Blog wieder und das mit meinem eigenen Laptop aus Berlin, besitze jetzt eine warme Jacke, habe warmes, regelmaesiges aethiopisches Essen. JUHU!!
Das ist jetzt soweit alles was ich im grossen und ganzen schreiben wollte.
Ich freu mich aufs heimkommen aber auch aufs Weiterreisen, Lernen, Erkunden, Staunen und und und…
BUSSARL!!!
Der Rainer
Add new comment:
floockie
servas rainer,
alles gute zum geburtstag, ich hoffe dir gehts gut und wir sehn uns bald wieder....
floockie
2010-02-18 10:27:24 (MEST)
Marcus
Respekt!
Sehr beeindruckende Erlebnisse!
Wünsch dir weiterhin alles Gute und halt uns auf dem Laufenden!
Beste Grüße aus Salzburg,
Marcus
2009-11-12 00:54:54 (MEST)
RD
Hallo! Hoff dass es dir gut geht, auf dieser neapolitanischen Insel. Wenn ich du währ, würde ich mal ein paar Tage in einem Kängaru-Beutel "eventuel im ortsansässigem Supermarkt erhältlich " nächtigen dann vergehen dir diese Bison-gs.(ha visa is all wia .i net "a hammer"! ) Aber Spass bei seite, Hauptsache du kommst um die Runden und bist in deinem Element der "Musik"! Genau wie ich * The world today is such a wicked place.~ But I am gonna loving to the human raze.&?! People gonna watching ahh:"i´m depried!"`´"!. My people just a cross you godn´t the dead.+ A politician shout out saying .:very high!§ But here is the truth he´s got to go and die.] They ain´t got.. what a ":-" matter look quite easy!@ My people here another than of all decies.{ A woman goes to work every day after day.`-´She just goes to work mhdd that i don´t pay.$ Childs sitting by my body "life is harder"!#He dosen´t even know who is his fahter.³
2009-10-10 05:52:02 (MEST)
resal
zu deiner Geschichte fehlen mir die Worte. Viel Glück, Spaß und Erfahrung in jeder Hinsicht noch auf deiner Reise und bis bald
Machs gut dein Christian
2009-09-15 08:28:04 (MEST)
resal
Na grüß dich alte Wurschthaut! Ich hab fei im Februar frei wo bist du da...? Ich hab da noch nen riesen Rucksack für ne riesen Reise... Ich hab Dir mal geschrieben aber ich glaub es ist nie oder zu spät angekommen. Also ich schreib dir einfach nochmal ne Mail und fallst du mal erreichbar bist sag bescheid
2009-09-15 08:26:34 (MEST)
flookie
servus rainer,
ich bin gerade von einem längeren surfurlaub aus protugal zurückgekommen
und mir geht es gerade sehr sehr gut (ich finde zu mir wenn ich stundenlang auf dem meer nach wellen jage).
jetzt habe ich deine geschichte gelesen und weiß gar nicht ob ich mich freuen oder traurig sein soll weil sich das ganze irgendwie sehr krass anhört (das mein ich jetzt ernst), jedenfalls hoffe ich das es dir auch gut geht und ich freue mich natürlich auch sehr wenn ich ich dich mal wieder sehr und einen gläschen heben kann (oder zwanzig). übriegens wenn du wirklich in so finanzieller not bist das du fast verhungerst, wär auf meinem konto noch genug das du dir mal ordentlich was zum essen kaufen kannst, da ich selbst mich nur von luft und liebe ernähren......
bis bald rainer,
ich bin immer noch mit meinem herzen bei dir
2009-09-12 11:04:32 (MEST)
Janosch
Wahnsinn
2009-09-07 20:01:06 (MEST)
Markus
Sers narrischa. na bassd scho. i deng ned dassd scho narrisch bist. jeder kann ja denga/glaum was er mog. der oana glaubt an engel,heilign geist,auferstehung der ander an die jungfraun im paradies und i glaub dass ma wurscht ist. also mach weida so aber deng so vui :-) grüsse aus arnstorf auch an den kleinen freund im ohr.
in liebe, dei Bruada
P.S. bevorsd verhungerst meldst di halt.
2009-08-31 10:04:38 (MEST)
Stephanie
P.S. Ich bin wirlklich gespannt auf die Musik die auf deinen Reisen entstanden ist/ am Entstehen ist und auf die Rainer-Gitarre, das klingt ja echt toll!
2009-08-29 11:34:17 (MEST)
Stephanie
Lieber lieber Rainer,
es berührt mich unglaublich das alles zu lesen und dich dabei zu spüren. Deine Worte über die wahrhaftige Liebe, alles was du an Grenzerfahrungen erlebt hast und erlebst, von ganz tief bis ganz hoch, was für eine Reise! Du durchlebst gerade in ganz kurzer Zeit einen Schatz an Erfahrungen für den andere mehrere Leben brauchen, und das ist echt krass und geht ans Eingemachte. Aber was für ein Schatz, was für ein Geschenk, auch für uns, die du dran teilhaben lässt an deinen Erlebnissen&Erkenntnissen. Danke! Ich bin tief berührt, spüre die wahrhaftige Liebe von der du schreibst durch deine Worte und freue mich von Herzen. Ich umarme dich, Love Steffi
2009-08-29 11:30:41 (MEST)
nils
Hey Rainer! Bin grad über facebook auf deinen blog gestoßen. Wahnsinnsreise, die du da zurück gelegt hast, ich bin beeindruckt was du erlebt(/durchlebt) hast. Ich wünsch dir weiter eine lebendige Zeit und dass es weiter so vorwärts geht!! (v.a. mit deiner Musik)
Liebe Grüße aus Berlin
Nils
2009-08-28 16:18:46 (MEST)